ALPerlebnis Anno 1900

«Hab ich euch schon gesagt, dass es mir mit euch hier oben gefällt?» Diese Aussage hörten die Teilnehmer und Teilnehmerinnen (nachfolgend als TN) einige Male.

Aber eins nach dem andern. Pünktlich traf Ernst Müller mit seiner Kutsche und seinen zwei kräftigen Pferden am Bahnhof in Ebnat Kappel ein. Die acht TN wechselten vom Auto oder Zug auf die Kutsche, ganz nach dem Motto «anno 1900». In sicherer Manier kutschierte Ernst seine Fuhr Richtung Steintal, wo die Gruppe nach einer entspannten Fahrt von Alphornklängen in Empfang genommen wurden.

Gemütlich nahm die Gruppe den Aufstieg Richtung Wolzenalp in Angriff. Unsere Wildnispädagogin Kerstin erzählte uns auf dem Weg spannendes über Wildpflanzen, die wir auch grad sammelten. Oben angekommen wartete bereits eine währschafte Mahlzeit auf uns.

Anschliessend ging es um die erste grössere Challenge. Mit einfachen Werkzeugen, ganz wie vor 100 Jahren, sollte eine Outdoordusche gebaut werden. Nach zögerlichem Start packten alle mit an und es entstand eine funktionierende Dusche, die auch von einigen getestet und gebraucht wurde. Die Aufgabe gab Durst, so wurde dann auch das Holzfass angezapft und ein Bier in Tonkrügen genossen. Während dieser Pause erfuhren die TN von Kerstin, was alles mit Wildpflanzen möglich ist. Höchstspannend! Vielen lieben Dank an Kerstin! Toll!

Bei offenem Feuer bereitete ein Teil der Gruppe das Abendessen zu. Es gab Eintopf, gespickt mit den gesammelten Wildkräutern. Die anderen versuchten sich im Kühe melken. Vorbildlich nahm Sven mit «seiner» Marisa Kontakt auf. «Hoi Marisa. Ich bins, der Sven. Wie geht’s dir?» Ich glaube Marisa hat noch nie so viel Milch hergegeben.

Nach dem leckeren Abendessen, wurde die frische Milch verwertet. Unser Käsermeister Walter erklärte der Gruppe wie Hüttenkäse hergestellt wird, und das auf dem offenen Feuer. Eindrücklich! Danke auch Walter vielmals! Lässig!

Bis spät in der Nacht sassen alle TN ums Feuer und genossen die entspannte Atmosphäre und die witzige Stimmung. In der Hütte bei Petrollicht und bei Meier und Müller liessen wir den eindrücklichen Tag ausklingen.

Sonntagmorgen, bei Sonnenaufgang, stärkte sich die Gruppe draussen beim Frühstück für den Tag. Jetzt konnte der Hüttenkäse probiert werden. Zudem tischte Kerstin selber gemachte Konfitüre auf. Mmmmm! Soooo fein!

Die letzte grössere Aufgabe wartete an einem Bach. In einem selber gebauten Steinofen sollten Brötchen gebacken werden. Der Ofen stand, es wurde darin eingefeuert und die Brötchen waren anschliessend fast durchgebacken. Die Suppe zum Zmittag konnten die TN mit dem selbst geschnitzten Löffel löffeln.

Wieder auf der Alp angekommen, ging es bereits ums Verabschieden. Nach einer letzten Runde ums Feuer nahmen die TN, mit vielen eindrücklichen Erlebnissen, den Abstieg ins Tal in Angriff. Zum letzten Mal hörten wir Dario sagen:»Hab ich euch schon gesagt, dass es mir mit euch hier oben gefällt?»

Zurück blieben zwei Guides, die sehr glücklich und dankbar waren, mit so tollen und lieben Menschen in der Natur und auf der Alp unterwegs sein durften. Herzlichen Dank!

Dann hiess es wieder ins 2019 zurückzukehren. Bis zum nächsten Mal am 16./17. Mai 2020, wenn es heisst Alperlebnis – Bergsteigen und/oder Yoga.

 

 


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